Paperboy

 

Heute möchte ich mal eines der meistportierten Spiele der 80er Jahre ansprechen, einen Klassiker den es, in irgendeiner Form, für (fast) jedes System gibt: Paperboy. Das Spiel wurde 1984 von Atari entwickelt und über die Jahre vielfach portiert und über verschiedene Publisher (Mindscape, Elite und andere) veröffentlicht. 

Ich möchte mal eben die Systeme aufzählen, auf denen das Original umgesetzt wurde: Amiga, Amstrad CPC, Apple II, Apple II GS, Arcade, Atari ST, BBC Micro, Blackberry, C16, C64, Dos, Electron, Gameboy, Gameboy Color, GameGear, Genesis, J2ME, Lynx, NES, Sega Master System, Xbox 360 und ZX Spectrum. Später kamen noch Nintendo 64 und das iPhone hinzu.
Bis heute gibt es Varianten des Spiels in den Appstores und auch auf der Playstation.


Das Spielprinzip ist so einfach wie legendär: Man spielt einen Zeitungsjungen der "Sun", der morgens auf dem Rad die Zeitungen verteilt. Man fährt, von oben gesehen, die Strassen ab und muss versuchen, bei seinen Kunden die Zeitungen in die Briefkästen zu werfen oder vor die Tür zu legen...während der Fahrt selbstverständlich.

Der Start auf dem C64

Auf dem Weg hat man es mit allerlei Gefahren zu tun: freilaufende Hunde, unzufriedene Kunden, Spaziergänger, Skateboarder, Autos, Motorradfahrer, Baustellen, Zäune und so weiter.

So muss es sein: Die Zeitung im "Sun"-Kasten

Es gibt entlang der Route, logischerweise, Kunden und "Nicht-Kunden". Man bekommt Punkte, wenn man die Zeitung bei seinen Kunden in den Briefkasten oder auf den Trittstein wirft, bekommt aber Punktabzug für jeden Fehlwurf, der Schaden anrichtet. Bei Nicht-Kunden bekommt man genau dafür Punkte, da muss man also Schaden am Haus anrichten. Nach jedem Level wird abgerechnet: Durch nicht korrekt ausgelieferte Zeitungen verliert man die jeweiligen Kunden, schafft man aber eine "Perfect Delivery", gewinnt man einen Kunden hinzu und die Punkte zählen doppelt.  

Perfekte Performance (Amiga)

Nach jedem Level gibt es eine Bonusrunde, die aus einem Hinderniskurs besteht, auf dem man an gewissen Punkten Zeitungen platzieren muss. Schafft man das nicht, endet das Level, das Spiel geht aber weiter.

Zu Anfang des Spiels kann man die Schwierigkeit in 3 Stufen einstellen, aber das Spiel gilt gemeinhin als recht schwer, was auch auf die gewöhnungsbedürftige Steuerung zurückzuführen ist.

Insofern ist leider folgender Screen ein recht häufiger gewesen:

Grafisch sah es auf manchen Systemen ganz hübsch aus, auf anderen, wie dem C64, waren manche Sprites recht "hölzern" und es gab Grafikfehler.

Hier mal eine kleine Versionen-Galerie:

Amiga

Apple II

Arcade

BBC Micro

DOS

Gameboy

Nintendo 64

iPhone

Sega Master System

ZX Spectrum

An den Rezensionen erkennt man genau, wann die jeweilige Versuion erschienen ist. In den 80ern gab es ausschließlich 80er Wertungen. Für Portierungen der 90er Jahre (Gameboy, Master System, NES) gab es Kritik, weil das Spielprinzip veraltet und schnell langweilig wird. Der Geschmack und die Erwartungen an ein Spiel hatten sich eben geändert. Der Erfolg gab den Publishern aber Recht, auf fast allen Systemen war der Titel populär.

Auf folgendem Bild sieht man oben links die Original Arcade Maschine, die mit einem Fahrradlenker mit seitlichen "Wurftasten" ausgerüstet war:


Kleiner Fun-Fact: Der ganze Automat (und damit auch der "Lenker") waren eine leichte Abwandlung des 1983er Atari-Automaten "Star Wars".

Fazit: 

Paperboy ist für mich einer der Klassiker des C64 und eine Erinnerung an meine Kindheit. Auch wenn wir das Spiel nie wirklich lange gespielt haben (weil es sehr schwer war), so ist das Bild des "Paperboys" doch ein fest eingebranntes. Das Spielprinzip ist recht simpel aber eben schwer zu meistern, so wie es sein soll. Das Spiel war in den 80ern sehr populär und ich erinnere mich gern an meine Runden, auch wenn ich an der Steuerung nahezu verzweifelt bin.  

    

Hinweis: Alle Screenshots/Cover stammen von Mobygames (http://www.mobygames.com).

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