O´Riley´s Mine

Heute komme ich zu einem Spiel., das ich gern auf dem C64 gespielt habe, auch weil es so ein einfaches aber faszinierendes Gameplay hatte: O´ Riley´s Mine, 1983 von Datasoft veröffentlicht. Das Spiel gab es für Atari 8-Bit, Apple II und für den C64.

Im Spiel übernehmt ihr die Rolle des irischen Schatzsuchers Timothy o´Reily und begebt euch unter Tage.

Das Spielprinzip ist recht einfach: Zu Anfang gibt es immer einen senkrechten Tunnel unter eurem Haus, den ihr nach unten geht. Dann gibt es plötzlich einen Knall und Wasser strömt von unten aus. Links und rechts den Stollens gibt es in der Erde eine Reihe von Schätzen in Form von Diamanten, Öl, Kohle, Gold und so weiter, die es einzusammeln gilt. Die Aufgabe ist jetzt alle Schätze einzusammeln, und zwar so, das einen das Wasser nicht erreicht, das ständig ansteigt. 

Das Demo-Level auf dem C64

Die ganz schlechte Methode: Nach oben vor dem Wasser weglaufen und dann nach links und rechts ausbrechen, um die Schätze einzusammeln. Dann steigt das Wasser den mittleren Schacht empor und versperrt einem den Rückweg. 

Der "Königsweg" ist ganz unten anzufangen. Man entscheidet sich für eine Richtung und gräbt lange waagerechte Tunnel. Kommt man am seitlichen Ende des Levels an, macht man kehrt und gräbt, etwas nach oben versetzt, wieder zurück. So lässt man dem Wasser genug Platz sich auszubreiten....

Schnell....

Das ist aber noch nicht alles.... Es gibt eine Kreatur im Wasser, die schneller als das Wasser selbst ist. Diese jagt einen durch die Level, die einzige Möglichkeit diese Kreatur loszuwerden sind Dynamitstangen, die man "hinterlassen" kann.

Die verfolgenden Kreaturen des Atari Systems

Das Spiel wird in höheren Levels recht komplex und schnell. "Scheint" übrigens der Mond, sind die Kreaturen schneller.... 
In diesem Zusammenhang finde ich übrigens die Vorstellung lustig, das man, verfolgt von Kreaturen und Wasser, mal eben auf dem Weg "ein Stück Öl" mitnimmt... 😂

Die Apple II Version

Damit ist das Spiel eigentlich auch schon komplett erklärt. Schafft man es, alle Schätze einzusammeln, erscheint oben unter dem Haus eine Leiter. Erreicht man diese, hat man das Level geschafft. Ist das Wasser schneller.....

Level geschafft.... (Atari 8-Bit)

Bei der Namensfindung des Spiels wurde übrigens vermutlich nicht lange nachgedacht. Das Original (also nicht die C64 Version) wurde von einem Herren namens Mark Riley programmiert. 😂

Auch bei der Idee zu dem Spiel stand ein anderer Titel Pate: Das Atari/Namco Spiel Dig Dug von 1982 war wohl eindeutig die Inspiration. Aber es war in der Zeit ja oft so, das zu einem erfolgreichen Titel recht schnell Klone erschienen sind. Wobei ich finde, das O´Riley´s Mine schon seine Daseinberechtigung und ein eigenes Gameplay hat.

Dig Dug (1982)

Von den damaligen Kritikern wurde das Spiel sehr positiv aufgenommen, allerdings auch mit einem Hinweis auf die ähnlichen Titel wie Dig Dug. Die englischsprachige "Computer & Videogames" vergab 90%, die deutsche "Telematch" (nie vorher gehört) vergab für die Atari Version 80%.

Fazit:

O´ Riley´s Mine ist eines dieser herrlichen alten Spiele für den C64: Super einfach zu begreifen, aber nicht ganz trivial zu lösen. Wir haben das Spiel gern gespielt, auch wenn es einfacher wird, wenn man sich stur an obigen "Königsweg" hält. Gräbt man immer waagerechte Tunnel übereinander, kann man eigentlich in den ersten Levels gar nichts verkehrt machen. In späteren Levels wurde es schwieriger..... 😲. Eigentlich war es doch eine schöne Zeit mit solch simplen Spielen, die einen aber stundenlang vor den Bildschirm gefesselt haben, oder?

Hinweis: Alle Screenshots/Cover stammen von Mobygames (http://www.mobygames.com).

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