Retrospiele: Links Golfserie


Heute geht es um ein Spiel, bzw. eine Spieleserie die ich seit meiner frühsten Computerzeit auf dem C64 spiele und wo ich sagen kann, das ich fast jeden Teil auch selbst gespielt habe: Links!

Links ist eine Golf-Simulation...nein... nicht eine....DIE Golfsimulation!

Die Links Serie beginnt mit dem Vorgänger Mitte der 80er und geht bis Mitte der 2000er. Kaum eine Spieleserie zeigt so wunderbar die grafische Evolution auf dem PC und anderen Systemen in dieser Zeitspanne. Die Links Serie war Zeit ihres "Lebens" immer "Cutting Edge", was die Grafik angeht. 

Erstmal ein kurzer Exkurs zum Namen. Warum zum Teufel ist das Spiel nach einer Richtung benannt? 😳

Kleiner Scherz. Echte Golfer wissen: Ein "Links" ist ein besonderer Golfplatz. Golf wurde in Schottland erfunden und ein Links ist die älteste Form eines Golfplatzes. Das Wort stammt vom dem altenglischen "hlinc" und bedeutet soviel wie "hügeliger Boden". Links Golfplätze sind immer an der Küste und beinhalten meistens eine Mischung aus Sanddünen, Gräsern, Wasserhindernissen, aber auch kargem Grasland mit wenigen Bäumen. Die Links Kurse gelten als Anspruchsvoll, nicht zuletzt wegen dem Einfluss des Windes. Eine richtig feste "offizielle" Definition gibt es aber nicht, so das sich auch einige andere, im Binnenland liegende, Kurse "links" nennen. Als Geburtsstätte gilt, wie könnte es anders sein, die Mutter aller Golfkurse und die Heimat des Golfsports: St. Andrews Links in Schottland.

Jetzt aber zum Spiel.

Links stammt von der Fa. Access Software aus Salt Lake City in Utah. Gegründet wurde die Firma 1982 von Bruce Carver und Chris Jones. Eines der frühen Spiele werden viele Veteranen aus C64 Zeiten kennen: Beach Head. In dem Spiel feuert man mit einer Kanone in die Tiefe des Raumes gegen anrückende Einheiten, ähnlich der ersten Szene des Films "James Ryan". Access Software hatte aber noch weitere Hits, zum Beispiel die Tex Murphy Reihe.

Beach Head II (C64, 1985)


Die Entwickler merkten, das sie die Physik von sich in die Tiefe bewegenden Objekten sehr gut "drauf" hatten und da sie (wie sehr viele Amerikaner) Hobbygolfer waren, kam die Idee zu einem Golfspiel. Golfspiele gab es schon sehr früh, eigentlich waren es fast die ersten Sportspiele in den 70ern. Es waren aber immer "Top-Down" Ansichten und nicht mit räumlichem Look.

Das erste Golfspiel von Access Software hieß nicht Links, ist aber auch ein Klassiker: Leaderboard Golf. Dieses Spiel war bahnbrechend für alle weiteren Golfspiele. Das Spiel setzte den Standard für die Ansicht eines Golfspiels. Man steht hinter dem Golfer und guckt ihm sozusagen über die Schulter. Leaderboard war auch das erste Spiel, das die Spielgrafik vor jedem Schlag aus Spielerperspektive neu "zeichnete". In Leaderboard gibt es erst nur untexturierte grüne und blaue Flächen, was mit weiteren Versionen immer weiter verbessert wurde. Dafür wurde der Golfspieler mit einer sehr aufwändigen Technik erstellt: Einer der Entwickler wurde bei seinem Golfschwung auf VHS aufgenommen. Von dem Video wurden dann einzelne Frames abgezeichnet und digitalisiert.  

Leaderboard Golf (C64, 1986)

Kurze Zeit später erschien der Nachfolger World Class Leaderboard, der 1988 auch für DOS erschien. In diesem Spiel kamen wesentliche Elemente für den Realismus hinzu: Die Landschaft wurde durch Bäume und Hügel realistischer, auf dem Platz selbst waren jetzt Sandbunker enthalten und das Fairway sowie das Grün waren jetzt klar vom Rest des Platzes zu unterscheiden. An diesem Spiel sah man dann schon, das die PCs mit EGA Grafik langsam den C64 in der Grafikqualität überholten:  

Das Spiel auf dem C64...

World Class Leaderboard Golf (Dos 1988)

1990 kam dann das definierende Spiel heraus, das eine Serie begründete: "Links- The Challenge of Golf". Das Spiel erschien für Amiga, Dos und Sega-CD. Direkt danach konzentrierte sich Access aber auf DOS und Macintosh, brachte aber auch einige Versionen für japanische Computer raus. Es war ein Quantensprung gegenüber der Leaderboard Serie, was an den Grafikfähigkeiten von VGA PCs lag. Man achte unten mal auf die sehr echt wirkenden Bäume und die gute Reliefdarstellung des Kurses.

Links (Dos 1990)


"Links" hatte schon eine Grafik die man als "hübsch" und "leidlich realitätsnah" bezeichnen konnte und kam mit einem einzigen Kurs und zwar dem "Torrey Pines" Süd-Kurs, der in San Diego liegt. Und das ist ein wirkliches Highlight der Links Serie: Die Kurse! Es wurde sich erstmals die Mühe gemacht echte Kurse, mit den Mitteln des Spiels, nachzubilden. Dazu spielten die Entwickler den echten Kurs, nahmen die komplette Runde auf Video auf und machten ca. 500 Bilder des Kurses inkl. Luftbilder und Clubhaus. Die tatsächliche Vegetation wurde digitalisiert und zudem lokale Wetterdaten eingefügt. Das resultierte in einem ca. 700KB großen Kurs, was damals noch viel war.

Der Aufwand sollte sich bezahlt machen, so sehr, das daraus eine Goldgrube wurde: Allein für die DOS Versionen von Links kamen 19 (!!!) zukaufbare Kursdisketten heraus. Auf jeder war ein berühmter realer Kurs zum nachspielen enthalten. Mit der Zeit gab es auch Kurs-Sammlungen, aber in der Regel war eine Diskette = 1 Kurs. Und die waren nicht billig, ich habe mal in alten Powerplays von 1992 recherchiert: Das Spiel kostete 1992 noch 95DM und ein Zusatzkurs 44 DM!. Aber wenn man überlegt was das Greenfee für eine echte Runde Golf kostet, war das noch günstig. Zumal es oft Kurse waren, die für "Normalsterbliche" unbespielbar waren, denn sie gehörten häufig zu sehr exklusiven Clubs in denen man nicht einfach "mal eben so" spielen durfte. 

Mit einer Legende, die sich durch einige Reviews und auch einen bekannten Podcast zieht, möchte ich hier gleich mal aufräumen: Die Kurse lassen sich sehr wohl mit den späteren Links Spielen nutzen. Sie sind einfach konvertierbar. Ich spiele heute noch Kurse aus Links 386 in Links 2003.... Also...wenn wir jemanden dafür verurteilen wollen, das er die DLCs erfunden hat, dann war es Access Software die das wirklich perfektioniert haben.

Eine Tochterfirma von Access Software trieb den Realismus bis zum Exzess: Der Bruder des Gründers Bruce Carver, Roger Carver, beaufsichtigte die Firma Trugolf, die es bis heute gibt. Sie stellte, auf Basis von Links, komplette Golfsimulatoren mit Schläger, großer Leinwand und ausrollbarem Grün her, die ein unfassbares Geld kosten konnten. Noch heute kann man für so ein "portables" Set über 20.000 $ ausgeben, die Premium Versionen kosten deutlich mehr. Schon damals waren in dem Schläger und im Boden Sensoren verbaut, die den Schlag korrekt an den (nicht enthaltenen) PC weitergaben. Damals pure Avantgarde und auch heute noch nicht alltäglich, wenn auch natürlich von der Wii bekannt. Heutzutage sieht so ein "portabler" Simulator so aus:


Wohlgemerkt... die sind für das traute Eigenheim! Es gibt auch noch deutlich größere Versionen für eine noch bessere Immersion...zum Teil sogar nach Wunsch für einen dedizierten Raum designt....  Wer sehen will, was machbar ist: https://trugolf.com/

Erstmals konnte man also eine Runde Golf auf den exklusivsten Golfkursen spielen, auf den man als realer Spieler, bedingt durch Kosten oder Handicapbeschränkungen, vermutlich nie spielen wird. Und das in schöner Grafik und mit einer einfachen Maussteuerung. Diese wurde mit den Jahren immer wieder umgebaut und angepasst und mit Namen wie "Real Swing" oder "True Swing" versehen. Die normale Art des Schlages bestand damals aus einem mehrfachen Klick-System: Beim 1. Klick startet ein Balken, der die Schlagstärke symbolisiert. Der 2. Klick setzt dann die Power des Schlages fest, im Idealfall nicht zu weit und nicht zu schwach.

Der Schwierigkeitsgrad der Spiele (das gilt für alle Teile) war sehr unterschiedlich: Zum einen konnte man ihn fein einstellen, zum anderen gibt es natürlich einfache und schwere Kurse. Die Einstellungen sind bei Links sehr vielfältig: Soll ein Caddy bei der Auswahl des richtigen Schlägers helfen? Soll die korrekte Schwungstärke angezeigt werden? Spielt der Wind eine Rolle? Darf man misslungene Schläge straffrei zurücknehmen? Soll beim Putten ein Gitternetz auf dem Boden Unebenheiten erkennbar machen? etc.  Es gibt also kein wirklichen "Schwierigkeitsgrad" sondern einfach nur zunehmenden Realismus und eben einfache und schwere Kurse. Das Spiel ist also einsteigerfreundlich und fordernd zugleich.

Kleiner Fun Fact noch zu Links: 1991 bekam das Spiel den Titel "Action Game of the Year" von der US-Zeitschrift Computer Gaming World. Sag nochmal einer Golf hätte keine Action... 😁

1992 kam dann die 2. Version von Links auf den Markt, die, man muss es so sagen, grafisch ein Wunder war. Nichts, aber auch gar nichts, kam 1992 an diese Grafik ran. Wenn man jemand mit seinem PC beeindrucken wollte, reichte eine Runde Links 386 Pro.

Links 386 Pro (Dos, 1992) hier Loch 14 auf dem Harbour Town in Hilton Head, South Carolina

Der Name war Programm und ist wörtlich zu nehmen. Man brauchte einen, damals sehr teuren, 386er Rechner, denn sonst dauerte der Bildaufbau der Landschaft nach jedem Schlag Minuten. MINUTEN! Auch mit einem 386er war das manchmal langsam, mit einem sündhaft teuren 486er wurde es langsam "normal spielbar", und sah nichts weiter als beeindruckend aus. Zeitgenössische Tests loben das Spiel einhellig und vergeben fast durchweg 90er Wertungen, die ASM zückt die 100! Es war auch das erste Spiel bei dem von "fotorealistischer" Grafik gesprochen wurde. Sonst hatte sich übrigens kaum etwas verändert, denn das reine Golfspiel war, bis auf Details, gleich geblieben. Daran gab es seit der 1. Version kaum etwas zu verbessern. Es kamen vorwiegend Kommentare und atmosphärische Gimmicks wie Vogelgezwitscher und ähnliches hinzu. 

Nach einigen weiteren Kursdisketten kam 1995 die CD-Version von 386 Pro raus. Auf dieser waren nicht nur 2 zusätzliche (vorher schon als Kauf-Kurs erhältliche) Kurse dabei, sondern auch kommentierte "Flybys". Man flog also vor dem Abschlag über den Kurs und erhielt Erklärungen und Tipps. Zudem war der Caddy jetzt gesprächiger. 

Ein Beispiel eines "Flybys" 

Mit Links LS 1997 kam die letzte DOS-Variante auf den Markt, ab Links LS 98 ging es mit Windows weiter. LS steht dabei für "Legends in Sports". 1999 wurde Access Software von Microsoft übernommen. Das war nur folgerichtig, denn Microsoft hatte schon vorher Links/Links 386 und Links LS als "Microsoft Golf" vermarktet. Es waren exakt die gleichen Spiele, nur für Windows umgesetzt. 

Eine Rarität: Microsoft Golf 2.0 für Windows 3.1 auf Links 386 Basis

1996 wurde die Zusammenarbeit kurzzeitig aufgekündigt, Microsoft versuchte mit Hilfe von "Friendly Software" eine eigene Golf Serie zu etablieren, kaufte aber 1999 dann doch das "Original". 

Links LS 1998, Loch 1 auf dem Latrobe Country Club in Latrobe Pennsylvania

Mit Links Extreme kam 1999 ein etwas schräges Spiel heraus, das eher das äquivalent zu einem Funracer war. Es gab Challenges, explodierende Golfbälle und allerlei andere Gimmicks. Wirklich erfolgreich war das nicht, Links LS 2000 (1999) und Links LS 2001 (2000) folgten.

Wenn man die 2003er XBOX Ausflug mit Links 2004 mal außer acht lässt, kam 2002 mit Links 2003 das letzte und ultimative Links Spiel heraus. Dieses Spiel gilt bis heute für viele Golfer als DAS Golfspiel, wenn es um die Simulation des Sports geht. EAs Spiele der PGA Tour und Tiger Woods Serie sind nett, aber Links 2003 ist richtiges Golf ohne Spezialeffekte, Blickwinkel und anderen Schnickschnack.

Loch 4 auf dem Cambrian Ridge Golfplatz in Greenville, Alabama

Es gibt noch heute eine rege Community zu dem Spiel, das heute noch online verkauft wird. Es gibt natürlich mittlerweile andere Golfspiele die grafisch besser aussehen (siehe unten), aber unter den Golfern gilt Links 2003 bis heute als das Spiel, mit dem sich jedes andere Golfspiel messen muss. 

Durch den mit Links 2001 veröffentlichten Kursdesigner konnte jeder einen Kurs bauen. Und wie das mit Communities so ist: Die tun das auch! Und so gibt es tausende (!) kostenlose Kurse im Netz und viele davon sehen atemberaubend schön aus. Hier mal einige Beispiele:


Loch 4 in Banff Springs/ Kanada

Loch 2 des Scottsdale Troon North Monument Kurses in Arizona

Loch 1 auf dem "Judge Kurs" des Robert Trent Jones Golf Trails in Alabama

Loch 2 auf dem Princeville Golf Kurs auf Hawaii


Manchmal tobt sich auch einfach ein Kursdesigner aus.... 

Das 2003er Links bietet alles, was man sich als Golfspieler wünschen kann. Einen "normalen" Modus, einen Tournier- bzw. Karrieremodus, einen Onlinemodus und viele viele Kurse zum spielen. Die physikalische Darstellung des Golfspiels war bei Links immer schon über jeden Zweifel erhaben und die Einstellungen lassen auch den letzten Golfspieler zufrieden zurück. Verschiedene Schwierigkeitsgrade, Wetter, verschiedene Abschläge, die freie Zusammenstellung seines Golf-Kits, man kann sich die Golfregeln nach Wunsch "umbauen", seine Scorecard online mit anderen vergleichen und, nicht zuletzt, zwischen mehreren Schlagvarianten wählen: "Easy", "Classic", "Real Time Swing" oder "Power Stroke". 

Ich spiele übrigens mit einem speziellen (besonders dünnen) Gaming Mousepad und dem "Real Time Swing". Dabei führt man den Schlag mit der Maus aus, indem man sie nach oben bewegt. Je nach dem wie "beschwingt" man dies tut, desto kraftvoller schlägt man und desto weiter fliegt der Ball. Allerdings kann man so, sehr realistisch, durch eine kleine Seitwärtsbewegung den Ball auch schnell "verreißen" und ihn "out of bounds" schlagen. Manche Leute mögen sich auch an den umfangreichen Statistiken erfreuen....

Ich weiß zum Beispiel das ich vom Abschlag durchschnittlich 233 Meter weit schlage, mein Rekord liegt bei 261m, 80% meiner Abschläge landen brav auf dem Fairway. In 57% der Fälle habe ich das "Par" gerettet, 80% meiner Sandschläge waren erfolgreich und bei Par 3 Löchern liege ich in der Regel vor dem 1. Puttversuch 5,47m neben der Fahne. Mit einem 6er Eisen schlage ich durchschnittlich 142m weit, übrigens genausoweit wie mit dem 7er Eisen, das ich aber seltener nutze. Ich brauche für 18 Löcher durchschnittlich 28.34 Puttversuche, 55.32% davon sind sofort drin. Mein längster Putt war über 10m, mein kürzester 30cm, was auch meinem besten Annäherungsschlag vom Abschlag entspricht. Diese und noch weitere Statistiken kann man sich dann auch noch pro Spieler, pro Kurs, pro Turnier, pro Karrierejahr etc. auswerten lassen.... 

Nach Links 2003 kam kein weiteres Golfspiel mehr von Access raus, einfach weil es kein Verbesserungspotential mehr gab und Microsoft sich auf andere Spiele konzentrierte. Zudem eignete sich Golf nicht für jährliche Neuauflagen, wie in den Mannschaftssportarten der EA Sports Serien. Golf ist eben ein Sport in dem sich kaum etwas von Jahr zu Jahr ändert.... 

Im Oktober 2004 wurde Access Software, damals schon in Indie Games umbenannt, an Take Two Interactive verkauft. Diese benannten es in "Indie Built" um und schlossen das Studio 2006 als Take Two in finanziellen Schwierigkeiten war.   

Links 2003 wird heute mit einer großen Menge an Kursen auf der Webseite "Links Country Club" online vertrieben uns kostet 14.95 $. Es wird durch die Community betreut und es finden sich reichlich Kurse zum ausprobieren. Eine weitere wichtige Anlaufstelle ist Linkscorner.org, die eine sehr große Kursdatenbank haben. Da gibt es sage und schreibe (Stand 18.3.2021) 1776 kostenlose, reale und fiktive Kurse zum herunterladen und das sind nur die, die nicht als "discontinued" klassifiziert sind... Manche sind noch im Beta Stadium, aber die meisten sind fertig. Es kommen immer noch ca. 10 Kurse pro Monat hinzu, und das fast 20 Jahre nach Release des Spiels...

Wo sind Golf Spiele heute?

Heute gibt es in der Szene eigentlich nur noch eine Firma, die als spiritueller Nachfolger zu Access / Links gilt: HB Studios aus Kanada mit Titeln wie der "Hardcore-Simulation" The Golf Club 2 und dem etwas einsteigerfreundlicherem PGA2K21. Ich möchte euch einfach mal zeigen, wo die, ganz zu Anfang angesprochene, grafische Evolution heute angekommen ist. Um es gleich zu sagen: Jadas ist In-Game Grafik! 

The Golfclub 2 (Quelle: http://thegolfclubgame.com/)

Ich habe beide Spiele nie selbst gespielt, aber die oben genannten Titel kommen bei der Kritik mit mittleren bis guten Wertungen (zwischen 60 und 80) weg. Es sind natürlich "Grafikprotze" aber viele Spieler kritisieren die Ballphysik (besonders bei Wind) oder auch (viel öfter) störende "Gimmicks". So gibt es bei PGA2K21 nach den Runden Preisgelder, mit denen man sich neues Equipment, Goodies und Kleidung kaufen kann. Das kann man natürlich auch via In-Game Kauf gegen reales Geld tun. Echte Golf-Fans schreckt das ab, aber es zieht eventuell jüngeres Klientel an. Immerhin gibt es überhaupt wieder Golfspiele und zudem auch für den PC, denn eine Zeit lang gab es nur wenige Konsolentitel. 

Fazit:

Die Links Serie hat das moderne Golfspiel begründet und ist DER Klassiker unter den "ernsthaften" Golfspielen. Von der Genauigkeit, der Komplexität der Simulation und den Einstellmöglichkeiten ist es bis heute unerreicht. Die schiere Anzahl der spielbaren Kurse macht es quasi zu einem Onlinelexikon der (meist amerikanischen) Golfkurse. Letzteres ist übrigens kein Wunder: Über 50% der weltweiten Golfer sind Amerikaner..... Ich bin selbst in der Realität Gelegenheitsgolfer und spiele Links 2003 immer wieder gern, besonders den Banff Springs Kurs, der einfach eine Augenweide ist.   


Hier eine kleine Übersicht der Spiele der Links Serie (und Spiele die zum Kanon gehören):

Leaderboard Golf (1986)

World Class Leaderboard (1987) 

Links - The Challenge of Golf (1990)

Links 386 Pro (1992)

Links 386 Pro CD-Version (1995)

Links LS 1997 (1996)

Links LS 1998 (1997)

Links LS 1999 (1998)

Links Extreme (1999)

Links LS 2000 (1999)

Links 2001 (2000)

Links 2003 (2002)

Links 2004 (2003, XBox)

Als "Microsoft Golf" erschienen:

Microsoft Golf (1992 für Windows 3.1 mit Links als Basis)

Microsoft Golf Multimedia Edition (1993, Links als Basis)

Microsoft Golf 2.0 (1994 für Windows 3.1/Windows 95 mit Links 386 als Basis)

Microsoft Golf 3.0 (1996 für Windows 95 mit Links 386 CD als Basis)

Microsoft Golf Edition 2001 (Für Windows, mit Links LS 2000 als Basis)

Hinweis: Die Spiele Microsoft Golf 1998 und 1999 Edition haben nichts mit Links zu tun und waren Entwicklungen der Firma Friendly Software für Microsoft.


Hinweis: Alle Screenshots/Cover stammen von Mobygames (http://www.mobygames.com).

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